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Notizen

Aus der Werkstatt

Wie bei uns Bücher entstehen – und ein Verlag.

28. Juli 2026

Wie ein Verlag zu seinem Namen kam

Ein Name muss zwei Dinge können: er muss frei sein, und er muss sich anfühlen wie zu Hause.

Am Anfang stand eine lange Liste. Zwanzig Namen, jeder mit einer eigenen kleinen Verheißung, jeder ein bisschen zu glatt oder ein bisschen zu schon vergeben. Wir haben sie geprüft wie man Schlüssel an einem alten Schloss probiert. Die meisten passten nicht.

Dann kamen zwei Wörter zusammen, die eigentlich immer schon zusammengehört hatten. Die Eifel, diese Landschaft aus Wald und Basalt, Burgen und langen Wintern. Und der Greif, dieses Wesen aus den alten Sagen, halb Adler, halb Löwe, seit jeher ein Wächter von Dingen, die kostbar sind.

Ein Greif bewacht keine Ware. Er bewacht einen Schatz. Genau das wollten wir für unsere Bücher: nicht schnell verkauft, sondern gut behütet. Der Name war plötzlich nicht mehr ausgedacht, sondern gefunden.

Wir haben trotzdem alles nachgeprüft, ordentlich und nüchtern, so wie man das tun muss. Gibt es den Namen schon als Verlag? Ist die Adresse im Netz frei? Läuft irgendwo ein anderer Greif herum, der zuerst da war? Alle Türen standen offen. Und so wurde aus einem schönen Bild ein richtiger Name.

EifelGreif. Ein Wächter aus der Eifel, der jetzt auf einem Stapel Bücher sitzt.

August 2026

Wie aus 24 Türchen ein Buch wird

Ein Adventskalender zum Lesen. Vierundzwanzig Kapitel, jedes ein kleiner Sprung näher an Heiligabend.

Manche Bücher schreibt man in einem Stück. Ein Adventsbuch nicht. Es hat vierundzwanzig Türchen, und hinter jedem muss etwas Eigenes warten. Ein kleiner Moment, der für sich steht und trotzdem in die Geschichte gehört. Das ist die eigentliche Kunst: vierundzwanzig Mal ein Anfang, vierundzwanzig Mal ein Ende, das Lust auf morgen macht.

Im Mittelpunkt steht Juna. Und Taika, ihr Steckenpferd, dessen Name im Finnischen so viel wie Zauber bedeutet. Hobby Horsing ist längst ein richtiger Sport, mit eigenen Turnieren und einer eigenen Haltung: Sportlerin statt Spielerin. Genau so ernst nehmen wir es auch. Kein sprechendes Pferd, kein Zauberstab. Die Magie liegt woanders, nämlich in dem Mut, über die eigene Angst zu springen.

Geschrieben wird Kapitel für Kapitel, jedes einzeln geprüft. Passt die Länge? Zieht der Schluss die Leserin ins nächste Türchen? Bleibt die Sprache warm, ohne süßlich zu werden? Und immer wieder die eine Frage, die über allem steht: würde ein Kind an diesem Abend das nächste Türchen öffnen wollen?

Zwischen den Kapiteln liegt ein rotes Band aus Freundschaft, Winter und einer Prise finnischem Sisu, dieser stillen Sturheit, die weitermacht, wenn es schwer wird. Am Ende der vierundzwanzig Sprünge steht kein großer Zauber. Nur ein Mädchen, das sich getraut hat.

Der Greif hat gelesen und genickt. Seit August ist das Buch draußen, und die ersten Leserinnen sind bereits durch die vierundzwanzig Türchen gesprungen.

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